15. Januar 2015

Damit mein Kind kein Dschihadist wird

Nicht erst seit den Anschlägen in Frankreich haben Beratungsstellen zum Islamismus großen Zulauf. Langsam übersteigt der Bedarf das Angebot. Vom Senat fühlen sich manche Aufklärer alleingelassen.

Wenn man Claudia Dantschke ans Telefon bekommt, muss es schnell gehen. Die Leiterin der Beratungsstelle „Hayat“ hat viel zu tun in diesen Tagen. Immer wieder hat sie besorgte Angehörige vor allem von Jugendlichen am Telefon, die sich von islamistischen Gruppen angezogen fühlen, von ultrakonservativen Salafisten oder von militanten Dschihadisten, die mit der Waffe für ihren Glauben kämpfen wollen. „Das hat in den vergangenen Monaten stark zugenommen – nicht erst seit Paris“, sagt Dantschke.

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