25. Juli 2018

Islamistische Radikalisierung

Paris. Brüssel. Berlin: In Deutschland und Europa häufen sich Terroranschläge. Und viele Menschen haben Angst. Angst vor dem Islam, Angst vor Geflüchteten, Angst, das nächste Opfer zu sein

Artikel lesen …

HAYAT-Deutschland

„Hayat“ – das heißt „Leben“.

Hayat (Türkisch und Arabisch für ‚Leben‘) ist deutschlandweit, mit Unterstützung der damaligen Bundesministerin Kristina Schröder (CDU), zuerst gegründete Beratungsstelle für Angehörige von Personen – meist Mütter, Väter oder Geschwister – die sich islamistisch, zumeist salafistisch radikalisieren, sich dem militanten Jihadismus anschließen, in missionsgetragen Konfliktregionen ausreisen (wollen) und von dort zurückkehren. Eingeschlossen sind die Fragen der Deradikalisierung, Integration in humanistisch-demokratische Lebensvollzüge und Fragen von Schutz und Sicherheit für Menschen und Sachwerte durch Rückgewinnung in den Kreis der friedvollen und pluralistisch lebensverstehenden Familien und andere solche Gemeinschaften und Gemeinden.
HAYAT ist auch eine Anlaufstelle für Personen, die mit dem militanten Jihadismus brechen und gewalttätige Gruppen verlassen wollen.

Gründung und Einbindungen

HAYAT-Deutschland ist eine von der Islamismusexpertin Claudia Dantschke und dem Extremismusexperten Dr. Bernd Wagner im Jahr 2011 gegründete Initiative der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH. Sie griff auf die vielfältigen Erfahrungen der Familien- und Angehörigenberatung in Fällen extremistischer Radikalisierung zurück.
Sie arbeitet nach dem Modell des ZDK-Community Coaching für demokratische Kultur als plurale Lebensweise, dass seit 1997 im Zentrum Demokratische Kultur entwickelt wurde. Integriert sind Formate der Deradikalisierung, die seit 2000 in der Initiative EXIT-Deutschland hervorgebracht wurden.

Kontaktmöglichkeiten

HAYAT-Deutschland


Empfehlungen

C. Dantschke, A. Mansour, J. Müller, A. Taparli; “Der ideale Türke”. Der Ultranationalismus der Grauen Wölfe in Deutschland. Eine Handreichung für Pädagogik, Jugend- und Sozialarbeit, Familien und Politik. Schriftenreihe Zentrum Demokratische Kultur, Berlin 2013. Mehr Informationen

C. Dantschke, A. Mansour, J. Müller, J. Serbest; “Ich lebe nur für Allah” Argumente und Anziehungskraft des Salafismus. Schriftenreihe Zentrum Demokratische Kultur, Berlin 2011. Mehr Informationen

C. Dantschke; Familien stärken gegen Extremismus und Gewalt. Die speziellen Anforderungen im Kontext Türkischer Ultranationalismus und Islamismus.
Schriftenreihe Zentrum Demokratische Kultur, Berlin 2010. Mehr Informationen